Dietrich Ruprecht
Dietrich Ruprecht nahm nach seiner Buchhandelslehre ein Studium vor allem der Germanistik und Geschichte auf, das er 1956 mit der Promotion abschloss. Nach Verlagsvolontariaten in Oxford und Berlin trat er 1958 in den Verlag ein. Als Verleger konzentrierte er sich auf die Programmbereiche Wirtschafts-, Sprach und Altertumswissenschaft sowie Philosophie und Mathematik. Zu seinen größten Projekten zählen die »Archaeologia Homerica« , die kommentierte deutsche Platon-Ausgabe, die 10-bändige, kommentierte Strabon-Edition, das sprachgeschichtlich bedeutsame 4-bändige »Litauisch-deutsche Wörterbuch« von A. Kurschat, das in einem Vorstadium schon seinen Großvater Wilhelm Ruprecht beschäftigt hatte, sowie die 25 kommentierten Bände »Wilhelm Raabe. Sämtliche Werke. Braunschweiger Ausgabe«. Sein intensiver Einsatz für die deutsche Übersetzung der wichtigsten Werke des polnischen Arztes, Pädagogen und Schriftstellers Janusz Korczak wurde 1982 belohnt mit der postumen Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an diesen Autor.
In seiner verlegerischen Arbeit wurde Dietrich Ruprecht unterstützt von den Lektoren und Prokuristen Dr. Winfried Hellmann (Geschichte; Literaturwissenschaft; Schulbuch Latein) und Dr. Bernd Rachel (Psychologie).
Arndt und Dietrich Ruprecht wurden gegen Ende ihrer Verlegertätigkeit für ihr unternehmerisches und ehrenamtliches Engagement mit der Goldenen Ehrennadel des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und mit dem Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet.


