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Vandenhoeck & Ruprecht. Wissenswertes seit 1735

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Arndt Ruprecht


1958 traten Arndt und Dietrich Ruprecht in den Verlag ein. Beide Vettern waren durch ihre gemeinsame Schulzeit eng verbunden. Nun mussten sie sich zunächst in der Werbeabteilung bewähren. 1962 wurden sie geschäftsführende Mitgesellschafter ihrer noch sehr aktiven Väter und brachten eigene Impulse in den Ausbau von deren jeweiligen Verlagsgebieten ein.

Arndt Ruprecht absolvierte seine berufliche Ausbildung und spätere Verlagspraktika in Hamburg, München, Stuttgart und London und schloss sein neusprachliches und theologisches Studium mit dem Dr. phil. ab. Unter ihm als Verleger zogen vor allem die biblischen Fächer, Kirchengeschichte und die Ökumene an. So wurde es ihm wichtig, ausländischen Stimmen, besonders aus beiden Amerikas, Afrika und Asien ein Forum zu bieten, mit römisch-katholischen Partnern (etwa im Verlagsring Religionsunterricht) und mit ausländischen Partnerverlagen (z.B. zur biblischen Landeskunde) sowie mit der Evangelischen Verlagsanstalt in Ost-Berlin (DDR) gemeinsame Vorhaben zu verwirklichen. Wichtige Schwerpunkte waren für ihn das Lebenswerk des vielseitigen Systematikers Wolfhart Pannenberg, das neue EKL, Ausbau und Fortführung der biblischen Kommentarreihen, denen er den »Kommentar zu den Apostolischen Vätern« sowie zwei Lehrbuchreihen »Grundrisse« zum Alten Testament und zum Neuen Testament zur Seite stellte, liturgische und kirchengeschichtliche Handbücher und Reihen (vor allem zur Geschichte des Pietismus), zahlreiche Biografien und anspruchsvolle Spiritualität.

Gute Partner in dieser Arbeit wurden ihm 1968 die Lektoren und Prokuristen Dr. Eberhardt Herdieckerhoff (besonders in der Psychologie), Dr. Jörg Ohlemacher in Religionspädagogik und Kirchengeschichte (z.B. Gründung der Zeitschriften »Glaube und Lernen« und »Kirchliche Zeitgeschichte«), sowie Dr. Wolfgang Schulz (besonders mit Praktischer Theologie und Religionspädagogik).

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