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Lexikon des frühgriechischen Epos

Bruno Snell


Der Verleger Hellmut Ruprecht bemühte sich ab 1949, Bruno Snell, der mit seinem »Thesaurus Linguae Graecae« bahnbrechende lexikographische Basisarbeit leistete, an V&R zu binden. Mit Erfolg: 1955 erschien die erste Lieferung des größten »Thesaurus«-Projekts, das »Lexikon des frühgriechischen Epos«, bei V&R. Die sprachwissenschaftliche Tradition des Verlags und die von der Druckerei Hubert & Co. gefertigten Satzproben hatten Snell schließlich überzeugt.

2010 konnte das Lexikon nach 55 Jahren, in denen es in der Hamburger Redaktion, im Verlag und in der Druckerei zahlreiche Veränderungen gab, in drei großformatigen Bänden und einem Umfang von ca. 3.000 Seiten abgeschlossen werden. Das Werk ist eines von vielen Beispielen in der 275-jährigen Geschichte von V&R für den langen Atem, den geisteswissenschaftliche Verlage für Großprojekte benötigen. 

Gleichzeitig zeigt sich am »Lexikon des frühgriechischen Epos«, wie aus solchen Werken andere Publikationen entstehen können: Gemeinsam mit dem Marburger Archäologen Friedrich Matz konzipierte Snell beispielsweise das Handbuch »Archaeologia Homerica«, das den Befund des Lexikons weiter veranschaulicht: In thematischer Anordnung werden in insgesamt vier Bänden die archäologischen Funde verschiedener Lebensbereiche (z. B. Kleidung, Totenkult, Musik) präsentiert. Die erste Lieferung des zunächst vom Deutschen Archäologischen Institut und der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Handbuchs erschien 1967; die beiden letzten Lieferungen sind für 2010 geplant.

Sowohl das »Lexikon des frühgriechischen Epos« als auch das archäologische Handbuch sind Standardwerke der Altertumswissenschaft, die weltweit in den Bibliotheken vertreten sind, da die deutsche Sprache in diesem Bereich (noch) kein ernsthaftes Vertriebshindernis darstellt.

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