Günther Ruprecht
Günther Ruprecht – Sohn Gustav Ruprechts – kehrte im Herbst 1923, auf dem Höhepunkt der Inflation, nach buchhändlerischer Ausbildung und Tätigkeit in Breslau, Heidelberg, Leipzig und Stockholm nach Göttingen zurück. Mit großer Energie widmete er sich der Modernisierung der Firma und dem Ausbau des theologischen Verlags (nach dem 2. Weltkrieg auch der Buchbranche, z.B. durch den Anstoß zum »Verzeichnis lieferbarer Bücher«).
V&R verdankt ihm den Aufbau der ersten vollständigen Kommentarreihe zum Alten Testament sowie gewichtige theologische Lexika, Lehr- und Handbücher. Weiteste Verbreitung erzielten von seinen Autoren der Alttestamentler Martin Noth und der Neutestamentler Joachim Jeremias, dessen Bücher zu den am meisten übersetzten des Verlags gehören. 1933 wagte Günter Ruprecht die Option für die Bekennende Kirche und gründete deren Zeitschrift »Junge Kirche« . 1947 vertraute ihm die Vereinigung evangelischer Buchhändler ihren Vorsitz und Wiederaufbau an. 1960 machte ihn die Universität Göttingen zu ihrem Ehrenbürger und 1998 deren theologische Fakultät zu ihrem ältesten Ehrendoktor. Er wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.


