Carl August Adolf Ruprecht
Der junge Carl (2.) August Adolf Ruprecht, dem in der Familienchronik ein »heiterer, wohlwollender Sinn« bescheinigt wird, trat 1812 in den Verlag ein, um seinen Vater zu entlasten, der vier Jahre später, am 26. Geburtstag Carls (2.), sterben sollte. Die französische Besetzung (1804–1815) während der Napoleonischen Kriege (1792–1815) erschwerte die Verlagsarbeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts und erforderte einiges diplomatisches Geschick.
Auf eine noch härtere Probe wurde die ausgeglichene Art des zweiten Ruprechts jedoch 1837 gestellt: Als König Ernst August es wagte, die Verfassung aufzuheben, distanzierte sich der Göttinger Verleger davon: Bis zum Revolutionsjahr 1848 fühlte er sich als entschiedener Regierungsgegner, als »Liberaler«, und handelte sich ebenso wie die »Göttinger Sieben« mit seinen Ansichten erhebliche wirtschaftliche Nachteile ein.
Carl (2.) starb 1861, wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag.


