Zunehmende Etablierung des Buchhandels
Das eindrucksvollste Spiegelbild des Lebenswerks von Anna Vandenhoeck aber ist die zweibändige Bibliografie aus dem Jahr 1785, die zwei Jahre vor ihrem Tod festhält, welche Bücher Abraham und Anna Vandenhoeck bis Ende 1783 »aus eigener Produktion und aus fremden Verlagen« geführt haben. Auch mit dem zu Beginn der 1780er-Jahre gegründeten Lesezirkel, in dem ausländische Zeitschriften und Zeitungen angeboten wurden, bewies der Verlag, dass er am Puls der Zeit war und an der Popularisierung des Buchs und der Bildung aktiv mitwirkte. Mittel dazu hatte Anna Vandenhoeck sich inzwischen in hinreichendem Maß erarbeitet. Der für seine Aphorismen bekannte Göttinger Experimentalphysiker Georg Christoph Lichtenberg (1742 bis 1799) schrieb am 25. Januar 1781 in einem seiner Briefe von der »reichen Madam Vandenhoeck«.


