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Vandenhoeck & Ruprecht. Wissenswertes seit 1735

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Bücher, Menschen und Visionen – 275 Jahre Vandenhoeck & Ruprecht


In diesem Jahr jährt sich ein Verlagsjubiläum wie es seinesgleichen sucht: Es war der 13. Februar 1735, als der junge holländische Buchdrucker Abraham Vandenhoeck das Privileg erhielt, für die gerade im Entstehen begriffene Universität Göttingen Bücher zu drucken und zu vertreiben – der Gründungstag des Verlags Vandenhoeck & Ruprecht. Anlass genug, die letzten 275 Jahre Revue passieren zu lassen und zugleich nach vorn zu schauen.

Die enge Verbindung zwischen Universität und Verlag hat sein Profil geprägt: Über viele Jahrzehnte war Vandenhoeck & Ruprecht in erster Linie als Wissenschafts-, später auch Schulbuchverlag bekannt. Inzwischen sind es jedoch auch die Bücher für die berufliche Praxis und die aus der Wissenschaft abgeleiteten Bücher wie zum Beispiel die Titel des Hirnforschers und Erfolgsautors Gerald Hüther »Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn« und »Männer«, »Der Große Ploetz« oder »Das Jahrhundert der Bilder« des renommierten Historikers Gerhard Paul, mit denen der Verlag seinen Platz in den Feuilletons erobert hat. Zu den Meilensteinen aus der Buchproduktion von sieben Verlegergenerationen der Familie Ruprecht zählen aber auch der seit mehr als 175 Jahren lieferbare und immer wieder neu überarbeitete »Kritisch-exegetische Kommentar über das Neue Testament«, die fast 100jährige Editionsgeschichte der Gesammelten Schriften von Wilhelm Dilthey oder auch die mehr als 1,2 Millionen verkauften Exemplare des Latein-Unterrichtswerks »Ianua«.

Kontinuität und Innovation kennzeichnen den Verlag bis heute. Vandenhoeck & Ruprecht ist einer der ältesten deutschen Verlage in Familienhand. Erst 2005, also nach 270 Jahren, erhielt er erstmalig eine externe Geschäftsführung. Dennoch ist auch heute noch die Familie Ruprecht über den mit elf Familienmitgliedern besetzen Gesellschafterkreis fest im Verlag verankert. Seine Struktur als Familienunternehmen bietet dem Verlag die Chance, auf einer inhaltlichen Ebene über Investitionen zu reden und langfristige Entwicklungen anzustoßen. So gehört Vandenhoeck & Ruprecht zu den Verlagen, die sich bereits seit den 1990er Jahren mit dem elektro-nischen Publizieren auseinandergesetzt haben, und ist heute auf dem besten Weg, auch ein digitaler Verlag zu werden.

Der Blick zurück nach vorn weist auf eine Zukunft voller Herausforderungen und sieht  Vandenhoeck & Ruprecht auch zum 300. Jubiläum als ein unabhängiges Unternehmen, dem der Umstieg vom klassischen Buchverlag gelungen ist und das der Wissenschaft und Forschung verpflichtet bleibt.
 

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